Montag, 16. Januar 2017

VIKINGS Unsere Medien Empfehlung

Wir geben zwar normalerweise keine Filmtips, sondern widmen uns der Forschung, aber wenn eine Unterhaltungsserie so gelungen ist, wie die irisch-kanadische TV Serie VIKINGS, dann empfehlen wir diese fast ohne Einschränkung. Zudem haben wir auch auf einmal kanadische Besucher ;-)

Natürlich ist nicht alles historisch exakt und wissenschaftlich abgesichert, aber man hat sich sehr empathisch in die Zeit und Menschen hineinversetzt. Und aus der Sympathie und Identifikation der Zuschauer bricht dann plötzlich und selbstverständlich das Grauen und Befremden, wie bei wie selbstverständlich ins Bild gesetzten Menschenopfern, der für uns brutalen Schlachtethik und der ebenso selbstverständlichen Idendtifikation der heidnischen Wikinger mit dem Blut und dem Umgang damit, bei Hinrichtungen und bei Opfern und in der Schlacht. So bewegt man sich jenseits vom Germanenkitsch und jenseits vom umfassenden Fremdeln, wie es "Valhalla Rising" bestimmte. Sehr wichtig auch der aufkommende Zwiespalt in den Menschen mit der Ausbreitung des Christentums, sehr schön gezeigt am Sklaven Athlestan, der vom Christ zum Wikingerheiden und dann Beides wird oder am König Ragnar Lothbrok, dessen innerer Zwiespalt immer offenkundiger wird, den er geschickt immer wieder überspielt.

Interessant ist bei der Begegnung mit dem Christentum auch die Form der Gewalt, die beide Parteien anwandten: die Wikinger immer offen und selbstverständlich geradeheraus immer zum Angriff bereit, aber man war sehr sparsam bei Exekutionen zum Beispiel, während die christlichen Herrscher besonders diese und auch Körperstrafen sehr viel häufiger anwandten, sich aber hinter einer Ethik zu verstecken versuchten.
Daraus ergibt sich auch die Frage, ob die "Beutezüge der Wikinger" nicht eher oder zumindest auch zuvorkommende Attacken gegen die bevorstehende Christianisierung waren, die bei Vielen gefürchtet wurde, auch das ist Thema von VIKINGS. Die Missionare schlichen ja auch im 8 . Jahrhundert bereits unübersehbar durch skandinavische Dörfer und man predigte und schrie auch laut von der Hölle und den Dämonen, die die Menschen angeblich anbeteten, denn diese seien gar keine Götter. Und die Heiden waren nach dem Sittenkodex verpflichtet, gegen die Beleidigung der Götter vorzugehen, (intern waren dann Geldstrafen fällig) insofern sind die Besuche der Nordmänner auf den britischen Inseln und dem Festland eventuell auch als Hinweise an die Christen zu sehen, sich einfach mal besser zu benehmen, man trieb damit wohl auch die Geldstrafen wegen Beleidigung der Götter ein. Andererseits breitet sich der Odinismus, wahrscheinlich vom Niederrhein aus kommend nach dem 5. Jahrhundert in Skandinavien aus und ist eventuell für die den Wikingern zugeschriebene Wildheit und auch Brutalität mitverantwortlich. Immerhin erkannte man ja teilweise auch den Jesus als einen Gott an, denn er konnte ja auch einige Dinge, die man von den eigenen Göttern kannte und das sagte man auch den Missionaren, nun lasst mal gut sein, - aber das war natürlich nicht genug.

Unnachahmlich sind stets die heidnischen Merksprüche der Schildmaid Lagertha, die den christlichen König von Wessex zurechtweist, der ihr sagt, in England gäbe es keine Zwerge, die den ihr geschenkten Schmuck so vortrefflich herstellten, als sei er von den Zwergen gemacht "Doch, die gibt es hier auch, Sie können sie nur nicht sehen."


UPDATE: bis zur dritten Staffel gilt diese Empfehlung, die 4. Staffel können wir weniger empfehlen, dort schlug der Hammer der political correctness zum Teil  historisch inkorrekt zu und die Nordmänner erscheinen z.B. auf einmal viel grausamer als sie wirklich waren.


Videos 18+ Graphic scenes of sacrificies and battles - Bluopfer- und Schlachtszenen. Wenn Sie sich abgestossen fühlen, sollten Sie sich fragen, warum Sie dann nichts gegen das Massenschlachten auch in deutschen Schlachthöfen tun oder noch leidvollere Tieropfer in anderen monotheistischen Religionen. Millionenfach.
I f you feel repulsed: Do you also complain about slaughterhouses in the Christian world and even more painful animal sacrifizes in other monotheistic religions? In countless numbers every day.

For educational purposes only! If 

Ausschnitte aus VIKINGS mit Schlachtszenen

Frey Ritual aus VIKINGS
Opferung für den Gott Frey, das aber nicht immer blutig sein musste, sondern auch aus Früchten, Met, Getreide etc bestand, aber wenn man sich ein Opfertier leisten konnte, dann hat man auch blutig für Frey geopfert. Interessant ist die Vorstellung, dass die heidnischen Wikinger die englischen Christen zum Ritual eingeladen haben.


Heidnische Opferungsszene aus VIKINGS 
Diese Opfer fanden nach Überlieferungen alle 9 Jahre in Uppsala statt. Auch hier im Süden, z.B. im Opfermoor Oberdorla und vielen anderen großen Kultstätten wurden solche Menschenopfer vorgenommen. Diese bildeten aber immer eine Ausnahme und waren nicht gängig oder nur im Kriegsfalle. In Oberdorla wurden über einen Zeitraum von vielen hundert Jahren lediglich 50 Menschenopfer sicher bewiesen. Diese wurden oft ausgesucht und es gab sogar viele Bewerbungen darum, freiwillig geopfert zu werden, dies galt als eine der höchsten Ehren. Daneben gab es aber auch unfreiwillige Opfer von Kriegsgefangenen, von gefangen Heiden meist. Ob Christen überhaupt geopfert werden durften ist fraglich.

Da die Opferungen von Menschen so wenige waren und diese sich für die großen Blóts z.B. in Upsala selber aussuchten, könnte man dies als besondere Wertschätzung des menschlichen Lebens und des Lebens überhaupt betrachten - zugleich wurden aus acht anderen Arten und Gattungen jeweils neun Exemplare geopfert, damit sollten symbolisch alle Lebensbereiche gewertschätzt und den Göttern präsentiert werden,. Die Tiere (und auf keinen Fall die geopferten Menschen) wurden immer anschließend im gemeinsamen Festmahle verzehrt - dieser Teil ist uns auch heute noch in den dörflichen Schlachtfesten erhalten geblieben.

Vergleichen Sie dies einmal mit den Massenopferungen junger Menschen, und auch Kindern en masse in den sogenannten Kreuzzügen der Christen nur kurze Zeit später.


Kreuzigung eines Apostaten durch die Christen aus VIKINGS
Kreuzigung war eine gängige "christliche"  Todesstrafe für die Abkehr vom Christentum unter anderen Körperstrafen und Hinrichtungsarten durch christliche Herrscher.

Und nein: der Admin und Autor  befürwortet keine Blutopfer, noch hat er jemals solche durchgeführt, genauso wenig wie er Körperstrafen befürwortet.



Und bevor Sie über unsere Ahnen die Nase rümpfen: blutige Tieropfer in großem Stil als regelrechte Massenopfer finden im Hińduismus bis zum heutigen Tage statt, wahrscheinlich auch im Buddhismus und zwar in weitaus größerem Ausmaß pro Opferhandlung, als dies unsere germanischen Ahnen taten. Aber auch dort gilt: dies betrifft eher marginale Bereiche des Hinduismus und Buddhismus, vor allem  Shiva- und Shakti Tempel und Verehrung, aber nicht nur dort,  und viele Hindus, die Mehrheit,  lehnen dies strikt ab, aus allen Bereichen  des Hinduismus. Blutopfer gehören trotzdem und auch zu hinduistischen Traditionen bzw. zu Bereichen davon. Und es finden auch immer noch, wenn auch im Geheimen und in sehr kleinem Rahmen, Menschenopfer statt, in gewissen Tempeln, die aber strafrechtlich verfolgt werden und strikt verboten sind, wie uns die indische Presse und Forscher berichten - nicht nur Missionare. Interessanterweise har der Autor und Admin selber trotz langer Indienerfahrung noch nicht ein Blutopfer welcher Art auch immer gesehen -  diese sind im Hinduismus heute als marginalisiert anzusehen und eher in den Himalayaregionen anzusiedeln.




Hier werden die Parallelen sehr deutlich, was musikalische Begleitung und Blutschalen z.B. angeht:
Hindu Animal Sacrifize


Bei diesem Opferfestival werden in jedem Jahr eine gigantische Anzahl von Tieren geopfert:
Animal Sacrifize Festival in Bhaktapur, Nepal